Baskische Regierung

Präsidium

Sie befinden sich in:
  1. Startseite
 
Der Palacio de Ajuria Enea
 
Eingangsfassade
Eingangsfassade

Diejenigen, die die Entscheidung trafen, dass Ajuria Enea der offizielle Wohnsitz des baskischen Ministerpräsidenten (Lehendakari) sein sollte, taten dies unter Berücksichtigung der architektonischen Werte des Gebäudes, die der politischen Funktion entsprachen, die er ausüben sollte. Am 13. Oktober 1980 erwarb die Baskische Regierung das Gelände von seiner Vorbesitzerin, der Diputación Foral de Álava (Provinzregierung von Álava). Im gleichen Jahr zog Carlos Garaikoetxea, der erste Baskische Ministerpräsident der Spanischen Demokratie, offiziell in das Gebäude ein.


Architektonische Details
Architektonische Details

Das am Paseo de Fray Francisco in Vitoria-Gasteiz stehende Herrenhaus wurde 1920 im Auftrag des Industriellen Serafín Ajuria von dem Schweizer Architekten Alfredo Baeschlin und dem Bauunternehmer Hilarión San Vicente in einem der angesehensten Wohngebiete der Stadt errichtet.

Sein äußerer Anblick weist alle architektonischen Elemente der neuen Baskischen Kunst auf: Doppelbogen im Erdgeschoss, drei miteinander verbundene Mittelfenster mit einem schmalen Balkon und heraldische Elemente im ersten Stock, Rundbogenfenster und von Strebepfeilern gekrönte zylinderförmige Eckpfosten im Obergeschoss und einen ausladenden Dachvorsprung, der in schönen Giebeln ausläuft, welche sich auf dem Dach zum Himmel hin recken.

Rundbogenfenster


Rückwärtige Fassade und Gärten
Rückwärtige Fassade und Gärten

Das Herrenhaus vereint in seinem rechteckigen Grundriss die ganze bauliche Schwere und einen ausgeprägten Sinn für die architektonische Horizontalität mit seiner prismatischen Vertikalprojektion, die für die regionalistischen Bauten des ersten Viertels des 20. Jahrhunderts typisch ist. Weit entfernt von dem Akademismus, der zu einer Zeit herrschte, in der die neuen architektonischen Strömungen in Europa Aufsehen erregten, verzichtete Ajuria Enea weder auf Elemente von Palästen aus dem 16. Jahrhundert, noch auf mittelalterliche Bauteile, wie sie an den Turmhäusern des 15. Jahrhunderts üblich waren. Man braucht nur stehen zu bleiben, um die Harmonie zu betrachten, die das Gebäude mit seiner Umgebung bildet, einer städtebaulichen Enklave mitten in Vitoria-Gasteiz, wo sich eine Fülle von Adelshäusern und für den Besucher überaus schöner Gärten befindet.

Doch ebenso wie bei seinen Anrainern ist auch die Geschichte von Ajuria Enea überaus reizvoll. Nachdem das Gebäude zum Wohnsitz der Familie Ajuria geworden war, ging es 1966 in den Besitz des religiösen Ordens der Madres Escolapias über, die es zu einer Schule umwandelten. Sechs Jahre später, also 1973, wurde es von der Diputación Foral de Álava erworben, die dort ein Museum für Baskische Kunst unterbringen wollte.


Innentreppe
Innentreppe und Salons

Das Museum öffnete dem Publikum seine Pforten im Jahre 1978 und ab da hatten Tausende Menschen zwei Jahre lang das Glück, seine Räume zu durchschreiten und dabei die an den Wänden hängenden malerischen Kunstwerke zu betrachten.
Nachdem die Entscheidung getroffen worden war, das Herrenhaus endgültig zum offiziellen Wohnsitz des Lehendakari und damit zu einem der emblematischsten Symbole der Baskischen Selbstregierung zu machen, wurde eine Neugestaltung des Gebäudeinneren vorgenommen, die darin bestand, das Obergeschoss zu einer Wohnung umzufunktionieren und den Rest des Herrenhauses den Aufgaben eines Ministerpräsidenten anzupassen.
Am 14. März 1989 wurde die Baskische Regierung endgültig Eigentümerin des Palacio de Ajuria Enea.

SalonSalon


Fecha de la última modificación: 15/02/2006